Eltern setzen in ihre Kinder immer grosse Hoffnungen. So war es wohl auch bei mir, denn eines Tages brachte mir mein Vater eine Wandergitarre mit. Nach einigen Experimenten kam ich zu dem Ergebnis: "Damit kann man tatsächlich Musik machen!". Und so begann ich, ausser den Gitarrenseiten und den Fingern auch immer mehr mit meinen Stimmbändern zu üben. Wie jeder echte Junge spielte ich natürlich auch Fussball. Bestimmt hätte da was aus mir werden können, aber da Frauenfussball in meiner Jugend noch in den Kinderschuhen steckte und die Mädels selten alleine zum Zuschauen kamen, hatte Musik einfach den grösseren Sex-Appeal.
Schnell merkte ich, dass Musik in einer Band (und nicht immer nur als Solokünstler am Lagerfeuer) noch mehr Spass bringt. Widows, Ghosts, Rockets, Nightguards, United Six, Gallier, Back on Stage, Soulfinger und Black Stuff waren Stationen meines Musikerlebens. Natürlich bin ich besonders stolz, dass meine Tochter meine Liebe zur Musik teilt. Mittlerweile haben wir zahlreiche gemeinsame Bandprojekte hinter uns, eine CD gemeinsam produziert und häufig zusammen auf der Bühne und im Studio gestanden.
Dann reizte es mich, die "Gallier" mit Freunden und Kollegen wiederzubeleben. Geblieben ist die alte Leidenschaft: gute Qualität auf die Bühne bringen, das Publikum überzeugen und natürlich selbst Spass haben.
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